Freitag, 2. Januar 2026

"Wir müssen es haben"

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Der kindisch-giergetriebene US-Präsident Donald Trump

Freiheit für Grönland / Stopp Trump

US-Präsident Trump (der immer stärker an den römischen Kaiser Nero erinnert) will sich Grönland einverleiben. Ein williger Sondergesandter soll dafür sorgen, dass Grönland und Grönlands Rohstoffe, Teil der Vereinigten Staaten werden.

Doch nicht nur Grönland wird von den USA bedroht. Es gibt auch Annexionsdrohungen des US-Präsidenten gegenüber Kanada und Panama. Dazu kommt der drohende Krieg für Öl gegen Venezuela. Das schlechte, alte, nie ganz verschwundene Zeitalter des Imperialismus ist nicht nur in den USA wieder da. Er wird angetrieben durch Gier, wirtschaftliche Interessen, Prestige und Machtstreben. Wenn Diktaturen die Souveränität anderer Länder bedrohen, ist das schlimm. Doch ist es nicht noch viel schrecklicher, wenn Länder, die sich für Demokratien halten, dasselbe tun?
Freiheit und Souveränität für Grönland bedeutet keine Beibehaltung des Status Quo. Die Geschichte Grönlands war eine europäisch-dänische Kolonialgeschichte. Wo waren eigentlich die "freien Medien" als grönländische Frauen in den Jahren 1966 bis 1975 zwangssterilisiert wurden? Wo waren da die stets beschworenen "Westlichen Werte"? Es gab und gibt bei der Betrachtung von Menschenrechtsverletzungen stets eine westliche Doppelmoral.

Seit dem 1. Mai 1979 hat Grönland zumindest eine weitgehende Autonomie, doch die alte Kultur ist weitgehend zerstört. Grönland gehört den Grönländern und Grönländerinnen.
Eine amerikanische "Landnahme", der Raub der Bodenschätze durch US-Konzerne und die Übertragung des "American Way of Live" auf die Insel würde die alte zerstörerische Geschichte der Kolonialzeit fortsetzen.

Doch wenn es um Kritik an Trump geht, duckt Europa sich weg und die deutsche Regierung und Friedrich Merz sind unterwürfig. Unsere Demokratie ist aus dem Osten und aus dem Westen bedroht. Es wird Zeit für Protest und Bewegung.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

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Nachtrag

Dieses Vorgehen der USA, Interventionen, Putsch und Kriege für Einfluss, Macht, Öl und Rohstoffe, hat eine lange Tradition.
Die Gründung der Vereinigten Staaten wurzelt in der beinahe Ausrottung der ursprünglichen, indigenen Bevölkerung
Putsch gegen die demokratische Regierung im Iran 1953 (Operation Ajax)
Unterstützung des Militärputschs in Chile am 11. September 1973
Der Irak-Krieg 2003 wurde offiziell mit der falschen Behauptung begonnen, Saddam Hussein besitze Massenvernichtungswaffen, doch das irakische Öl war das Hauptmotiv
Wikipedia bietet umfassende und sehr objektive Listen und Übersichten zu US-Interventionen: „Liste von Militäroperationen der Vereinigten Staaten und Beteiligung der Vereinigten Staaten an Regierungswechseln im Ausland“.
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Eintrag vom: 28.12.2025