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USA 2026 | 107 Minuten
Regie: Olivia Wilde
Darsteller: Seth Rogen, Olivia Wilde, Penélope Cruz, Edward Norton
Ein Abendessen mit den Nachbarn wird zur schonungslosen Bestandsaufnahme einer festgefahrenen Ehe… Halb Hollywood buhlte um diesen Film – kein Wunder, denn Olivia Wilde gelingt in ihrer dritten Regiearbeit ein echter Cringe-Crowdpleaser, der mit provokanter Schärfe trumpft! Eine schmerzhaft witzige Ausgangslage wird zum pointierten, glänzend besetzten Kammerspiel über Begehren, Enttäuschung, Liebes- und Beziehungsfragen. Ein rhetorisches Feuerwerk, das – obwohl in einer einzigen Wohnung gedreht – sogar inszenatorisch knallt!
Nach 15 Jahren Ehe steckt die Beziehung von Angela (Olivia Wilde) und Joe (Seth Rogen) in der Krise. Gemeinsame Abendessen mit anderen Paaren gab es schon lange nicht mehr. Als Angela spontan die Nachbarn aus der Wohnung über ihnen einlädt, zeigt sich, dass Pina (Penélope Cruz) und Hawk (Edward Norton) ihnen mehr Sympathie entgegenbringen als die distanzierten Begegnungen im Fahrstuhl bislang vermuten ließen. Was als geselliger Abend mit Smalltalk über Käse, Wein und Inneneinrichtung gedacht war, entwickelt sich zu einer aberwitzigen Achterbahnfahrt der Gefühle… Mit feinem Gespür für Dialoge und Dynamik verwandelt Olivia Wilde (BOOKSMART) das intime Setting in ein raffiniertes Beziehungsduell, das hinter bissigem Humor immer wieder unerwartet verletzliche Momente freilegt. Üppig ist die Tafel zu diesem Zweck mit Prominenz gedeckt: Neben der Regisseurin und Hauptdarstellerin selbst punktet der momentan seinerseits als einer der interessantesten Hollywood-Autoren gefeierte Komödienstar Seth Rogen als desillusionierter Ex-Musiker, während Oscarpreisträgerin Penélope Cruz und der großartige Edward Norton (manch Stimme behauptet, er liefere hier eine Bestleistung seiner Karriere ab) als unkonventionelles Nachbarspaar mit Charme und Provokation jede Gewissheit ins Wanken bringen. Die perfekte Tischgesellschaft, um die Untiefen und Fallstricke langjähriger Beziehungen zu entblättern. Die Idee zu THE INVITE beruht auf dem spanischen Vorbild SENTIMENTAL aus dem Jahr 2020, doch verleiht Wilde dem Stoff gänzlich neue Qualität: Das Skript ist treffsicher, die Inszenierung keine glatt polierte Komödie, sondern stilistisch ambitioniert, die Besetzung famos. Eine kluge, präzis beobachtete Ensemblearbeit, witzig, emotional – und angenehm ambivalent.
Läuft in der Harmonie Freiburg
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